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Logo: Bundesministerium des Innern Fair Play Preis des Deutschen Sports

Eine gemeinsame Initiative von:

Doppelsieg für Fair Play und Engagement

Logo des Fair Play Preises


Der Fair Play Preis des Deutschen Sports geht in diesem Jahr in der Kategorie "Sport" an die Damenmannschaft des Tauziehclub Allgäu Power Zell sowie in der Kategorie "Sonderpreis" an Leonie Remfort aus Wittmund.

Die Preisverleihung erfolgte erstmalig und erfolgt zukünftig im Rahmen der Biebricher Schlossgespräche. Die Veranstaltungsreihe der Deutschen Olympischen Akademie widmet sich in diesem Jahr dem Thema "Fair Play". Der einführende Hauptvortrag "Fair Play - das ethische Potenzial des Sports" wird von Prof. Dr. Gunter A. Pilz (Hannover) gehalten. Im Anschluss folgen die Ehrung der Preisträgerinnen und eine Interviewrunde mit den Preisstiftern.

Preisverleihung an die Damenmannschaft des Tauziehclubs Allgäu Power Zell Bild vergrößern

Die Damenmannschaft des Tauziehclubs Allgäu-Power Zell aus Bad Grönenbach ist bei den ersten Deutschen Meisterschaften der Damen in dieser Sportart mit besonders vorbildlichem Verhalten in Erscheinung getreten. Bei den ersten nationalen Titelkämpfen am 14. Juni des vergangenen Jahres in Aalen-Affalterried hatte sich der Power-Club bei fünf teilnehmenden Mannschaften in der Vorrunde erwartungsgemäß als dominierendes Team gezeigt. Im Finale trafen die Bad Grönenbacherinnen auf den Tauzieh-Club Kaiserberg aus Göppingen-Lenglingen. Bei brütend-heißen Temperaturen erlitt eine der sechs Kämpferinnen von Kaiserberg einen Schwächeanfall und konnte nicht mehr mitziehen. Als Trainer Markus Rogge von Allgäu-Power Zell dies bemerkte, nahm er eine Zieherin aus der Mannschaft, so dass beide Mannschaften nur noch mit fünf Damen gegeneinander antraeten. Das ist in keinem Regelwerk festgelegt, sondern allein dem Fair Play-Gedanken der Allgäuerinnen geschuldet. In der Folge besiegte Kaiserberg den Tauziehclub Zell. Die Jury um den Vorsitzenden Prof. Dr. Manfred Lämmer (Köln) würdigte diesen Verzicht auf eine komplette Mannschaft als ein besonderes faires und vorbildliches Verhalten. "Diese faire Geste wäre schon bei einem normalen Wettkampf beeindruckend gewesen. Beim Kampf um den ersten deutschen Meistertitel überhaupt war dieses Verhalten außergewöhnlich und Ausdruck eines zutiefst von Fairness geprägten Mannschaftsgeistes", heißt es in der Begründung der Jury.

Preisverleihung an Leonie RemfortBild vergrößern

Leonie Remfort ist als Übungsleiterin vor allem in integrativen Sportprojekten des Jugendwerkes Wittmund tätig. Eigenständig leitet sie eine HipHop-, eine Breakdance- und eine Trampolingruppe sowie Basketballtraining mit Frauen aus Flüchtlingsfamilien. Das Besondere: Leonie Remfort ist erst 18 Jahre alt und widmet ihre Freizeit bereits seit ihrem 15. Lebensjahr der Integrationsarbeit. Stolze 1008 Ehrenamtsstunden kamen so für das Jahr 2015 zusammen! Sie setzt damit (auch in anderen sportübergreifenden Projekten) das Ziel des Vereins um: Abbau von Diskriminierung und Vorurteilen sowie Förderung der gesellschaftlichen und kulturellen Integration von Flüchtlingen. Ein aktuelles Beispiel für das Engagement von Leonie Remfort ist die Mitinitiierung eines integrativen Tanzprojektes gegen Rassismus in Wittmund. Die Jury zeigte sich beeindruckt "von ihrem langjährigen und vielfältigen ehrenamtlichen Engagement für ein respektvolles Miteinander und gegen Rassismus und Ausgrenzung". Und lobt: "Unsere Gesellschaft braucht deshalb Menschen wie sie, die handeln und die Fremdenfeindlichkeit sowie Hass etwas entgegensetzen."

Der Fair Play Preis des Deutschen Sports alljährig vom Bundesministerium des Innern, dem Deutschen Olympischen Sportbund und dem Verband Deutscher Sportjournalisten vergeben.
Damit sollen nicht nur Fair Play-Aktionen ausgezeichnet sondern alle Sportlerinnen und Sportler ermutigt werden, sich für ein faires Miteinander im Sport einzusetzen. Der Fair Play-Preis des Deutschen Sports ist in diesem Jahr erstmals mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro verbunden, der zweckgebunden zur Finanzierung einer fairen Aktion gedacht ist.

Die Verleihung findet jährlich, ab 2016 als fester Programmpunkt im Rahmen der Biebricher Schlossgespräche, statt.

Vorschläge für den Fair Play Preis 2016 können ab sofort über die Homepage des Fair Play Preises des Deutschen Sports unter www.fairplaypreis.de eingereicht werden. Die Personen, die als Erste die tatsächlichen Preisträger melden, erhalten eine Einladung zur Preisverleihung.


Die Jurymitglieder:


Prof. Dr. Manfred Lämmer (Deutsche Sporthochschule Köln) [Vorsitzender], Frank Thomas Hartleb (Deutscher Behindertensportverband) [Stellvertretender Vorsitzender], Dr. Michael Ilgner (Vorstandsvorsitzender Deutsche Sporthilfe, Peter von Löbbecke (Präsident Deutsche Olympische Gesellschaft), Dagmar Freitag (Mitglied des Bundestages, Vorsitzende des Sportausschusses), Erich Laaser (Präsident Verband Deutscher Sportjournalisten), Christian Schreiber (DOSB-Athletenkommission), Prof. Dr. Dr. h.c. Gudrun Doll-Tepper (Vorsitzende der Deutschen Olympischen Akademie und Vizepräsidentin des DOSB), Ralf Göbel (Ständiger Vertreter des Abteilungsleiters Sport, Bundesministerium des Innern), Albert Mehl (Verband Deutscher Sportjournalisten) und Eike Schulz (Verband Deutscher Sportjournalisten)

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